Angefangen hat alles 1994, als die Kinderbuchautorin Annette Langen und die Illustratorin Constanza Droop in ihrem ersten gemeinsamen Buch „Briefe von Felix“ den reiselustigen Kuschelhasen und seine Freundin Sophie zum Leben erweckten. Seitdem erobert Felix, der seiner Besitzerin immer mal wieder aus Versehen abhanden kommt, um dann aufregende Abenteuer zu erleben, die Herzen der Kinder in aller Welt.


Felix - „informativ aber nicht belehrend“

 

Ein fester Bestandteil und Clou der Bücher sind die humorvollen und informativen Briefe, die Felix von seinen Reisen an Sophie schreibt und die zusätzlich immer noch eine kleine Überraschung enthalten. Das Besondere daran: die Briefe vermitteln den jungen Lesern ganz nebenbei viel Lehrreiches über den jeweiligen Aufenthaltsort von Felix. „Meine Geschichten sollen informativ, aber nicht belehrend sein“, beschreibt die Autorin Annette Langen den Anspruch an ihre Arbeit. Dafür recherchiert sie im Durchschnitt rund drei Monate, damit alle in ihren Geschichten verwendeten Daten „hieb- und stichfest“ sind.

So hat sie für den Titel „Zirkusbriefe von Felix“ intensive Gespräche mit Mitarbeitern von Circus Krone, Circus Roncalli und mit der Rollenden Schule für Zirkuskinder NRW geführt, bei denen sie unzählige verblüffende Details erfuhr. So hat Felix „echte“ Zirkusluft geschnuppert, von der er in den Briefen an seine Freundin Sophie berichtet.

Aus eigener Erfahrung weiß Annette Langen: „So wie die Briefe von Felix Sophie zum Nachforschen anregen, so animieren sie auch die Leser zur weiteren Auseinandersetzung mit den Inhalten.“

Die Bücher eignen sich für Kinder ab fünf Jahren zum Vorlesen, entfalten ihren vollen Reiz aber bei Lesern im Alter von sechs bis neun Jahren.

 

Viele Briefe von Felix

Von London bis New York, von Asien bis zum Nordpol - Felix war (fast) schon überall. Alles begann mit seiner ersten Weltreise in die Metropolen London, Paris, Rom, Kairo und New York („Briefe von Felix“, 1994). Anschließend kam er in einem Museum abhanden und reiste in die Vergangenheit: ins Mittelalter, zu den Wikingern, Indianern, zu den alten Griechen, ins alte Japan und sogar bis in die tiefste Steinzeit („Neue Briefe von Felix“, 1995). Als Nächstes erforschte er die verschiedenen Klimazonen unseres blauen Planeten („Abenteuerliche Briefe von Felix“, 1996) und 1997 erschienen die „Weihnachtsbriefe von Felix“, die ihn zunächst zum Nordpol und dann in die Weihnachtsstuben in aller Welt führten. Im November 1999 veröffentlichte der Coppenrath Verlag die „Zirkusbriefe von Felix“. Hier geht der kleine Hase mit dem Circus Barelli auf große Fahrt und tritt sogar in der Manege auf. 2003 erschien „Weltbeste Briefe von Felix“ und in „Felix bei den Kindern dieser Welt“ (2005) erfährt er, wie Kinder in verschiedenen Ländern aufwachsen und leben, was ihnen besonders großen Spaß macht und was ihnen Sorge bereitet. Doch Felix hat nicht nur die Welt entdeckt. Denn 2010 hieß es „Mit Felix auf großer Deutschlandreise“ und wer noch mehr über unseren blauen Planten lernen möchte, findet spannende Informationen und Briefe in „Der große Felix-Weltatlas“ (2007). Neben den beliebten „Briefen von Felix“ haben Annette Langen und Constanza Droop weitere Bücher veröffentlicht, die den Kuschelhasen Felix in den Mittelpunkt stellen. In dem Kochbuch „Flaschenpost von Felix“ (2001) sammelt Felix weltweit tolle Kochrezepte, Fragen und Antworten für alle, die es wissen wollen, gibt es in „Felix – Warum? Wieso? Aha!“ (2008) und in „Felix, wie spät ist es?“ (1998) erfahren kleine Leute, was Zeiger und Ziffern verraten. trifft Felix auf Kinder in aller Welt und erfährt wie sie aufwachsen und leben, was ihnen besonders großen Spaß macht und was ihnen Sorge bereitet.trifft Felix auf Kinder in aller Welt und erfährt wie sie aufwachsen und leben, was ihnen besonders großen Spaß macht und was ihnen Sorge bereitet.

 

Felix - ein internationaler Star

So wie Felix die Welt erobert, erobern auch seine Bücher die Welt. Mittlerweile wurden die Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch in Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Slowenien, Spanien, Ungarn sowie in Australien, Japan, Korea, und den USA erschienen. Gerade in den vier letzt genannten Ländern ist das Interesse für deutsche Kinderbücher keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Und in Israel konnten die „Briefe von Felix“ einen besonderen Erfolg feiern: Wochenlang stand der Titel auf der Bestsellerliste auf Platz 1!

 

„Pädagogisch wertvoll“

1995 wurden die „Briefe von Felix“ von der Gesellschaft für Jugend- und Sozialforschung als „Pädagogisch wertvolles Bilderbuch“ ausgezeichnet, das einen wichtigen Beitrag zu Völkerverständigung und internationaler Solidarität leisten kann. In den Niederlanden erhielt der erste Band im Juli 1995 die „Feder des Monats“.

Und auch die begeisterten Reaktionen von Pädagogen, die den Verlag seit dem Erscheinen der Bücher in großer Zahl erreichen, beweisen, dass Felix` Abenteuer die Fantasie ganzer Kindergartengruppen und Schulklassen in vielfältiger Weise anregen. Geschickte Pädagogen setzen die Felix-Bücher fächerübergreifend in der Grundschule ein. Besonderen Erfolg haben sie dabei in Klassen, in denen Kinder verschiedener Nationalitäten gemeinsam lernen. Denn Felix’ Reisen wecken gleichermaßen das Interesse an fremden Ländern und fördern behutsam das Verständnis für deren „andere Sitten“. Des Weiteren hat sich Felix in der Museumspädagogik und auf Behindertenfreizeiten bewährt.

 

„Felix ist Kult“

Die FAZ schrieb „Die Briefe von Felix bieten einen doppelten Leseanreiz“ und die Zeitschrift Brigitte sagte „Felix ist Kult“. Ein Kult, der seinen Ursprung in den Büchern hat, und viele große und kleine Fans zu immer neuen Ideen animiert.

Im März 1999 hatte beispielsweise das Puppentheaterstück „Briefe von Felix“, das die Mühlheimer Puppenspielgruppe „Wodo“ inszeniert, Premiere. Und auch verschiedene Karnevalsvereine haben Felix bereits als Kultfigur entdeckt. Ob als Motiv für einen Wagen oder als Fußgruppe - vielerorts wurde Felix gesichtet, der in der fünften Jahreszeit mit „Alaaf“ oder „Helau“ für gute Stimmung sorgte. Und wenn Abiturienten heute ihre Abschlussfeier gestalten und an die Helden ihrer Kindheit denken, ist Felix immer mit dabei.

Nicht nur gute Stimmung, sondern viel Spaß bereiten auch die Felix-Wandbilder, die seit März 1999 die Kinderbadelandschaft des Hallenbades in Leichlingen zieren. Da reitet Felix auf einem Kamel über den Strand, faulenzt unter Palmen im Sand oder taucht mit Delfinen ins Meer hinab - Motive aus den Felix-Büchern, die unterstreichen: Felix ist Kult!

 

Briefe an Felix

Auch Aktionen wie „Schreibt einen Brief oder malt ein Bild für Felix“, die in Deutschland, in den Niederlanden und in Japan durchgeführt wurden, stießen auf große Resonanz. Und die im Verlag eingehende Fanpost aus aller Welt zeigt, wie intensiv Kinder die Geschichten miterleben und mitfühlen. So schreibt Melanie, 9 Jahre: „Felix, ich habe dich zwar noch nie gesehen, aber ich glaube an dich!“ Konstantin, 4 Jahre, erzählt: „Meine Lieblingsbücher sind die mit den Abenteuern vom Hasen Felix. Die Bücher finde ich so interessant und spannend, weil der Hase Felix immer wieder neue aufregende Geschichten an immer anderen Orten erlebt.“ Und immer wieder wird die Autorin Annette Langen mit Fragen konfrontiert wie: „Warum heißt Felix ´Felix`?“, „Wie kam die Idee, über Felix und Sophie zu schreiben?“ Und stets die Frage: „Wie alt ist Felix?“ Darauf gibt es für Annette Langen nur die eine Antwort: „Felix ist ein Hase in den allerbesten Jahren!“ Zur großen Resonanz der Fangemeinde sagt die Autorin ergänzend: „Die Aufrichtigkeit und das Interesse, das sich in allen Kinderbriefen findet, ist für mich die schönste Auszeichnung.“

 

Und einen ersten Preis gab es für Felix im Internet auch schon: Im Rahmen des Wettbewerbs „Netdays NRW“ von einer Grundschulklasse aus Bochum wurde Felix via E-Mail als internationaler Botschafter ausgeschickt, um Kontakt zu anderen Schulen im In- und Ausland aufzunehmen. Die Thematik sowie die gelungene Ausführung des Projektes veranlasste die Jury und den Ministerpräsidenten, dieser engagierten Klasse den ersten Preis zu verleihen.